Minecraft Server mit Mods erstellen: Modpacks und NeoForge

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Minecraft Server mit Mods erstellen: Loader wählen, Serverpack laden, Java und RAM einstellen. Mit ATM10 als Beispiel und Lösungen für typische Fehler.

Minecraft-Taiga mit Fichten an einem See

Einen Minecraft Server mit Mods erstellst du mit einem Mod-Loader statt des normalen Vanilla-Servers: NeoForge, Forge oder Fabric, je nachdem, wofür deine Mods gebaut sind. Für ein Modpack lädst du am besten die fertigen Serverdateien des Packs herunter, startest sie mit der Java-Version, die das Pack verlangt, und gibst dem Server genug Arbeitsspeicher. Deine Mitspieler installieren dasselbe Pack in derselben Version über ihren Launcher.

Alle Angaben haben wir am 25. Oktober 2026 in der Dokumentation von NeoForge und Fabric, im Minecraft Wiki, auf CurseForge und in den Serverdateien von All The Mods 10 geprüft.

Mods oder Plugins: der Unterschied für deinen Server

Plugins laufen auf Serversoftware wie Paper und brauchen bei deinen Mitspielern keine Installation. Mods verändern das Spiel selbst und laufen nur mit einem Mod-Loader. Laut Minecraft Wiki werden die meisten Mods auf dem Server und bei jedem Spieler installiert. Wer also neue Blöcke, Maschinen oder Dimensionen will, braucht Mods und damit einen Loader. Wie du einen normalen Server aufsetzt und Plugins mit Paper nutzt, steht in unserer Anleitung Minecraft Server erstellen.

Für den Start hast du drei Wege:

  1. Ein Modpack mit eigenem Serverpack. Der einfachste Weg, weil der Autor die passenden Dateien für den Server schon zusammengestellt hat.
  2. Ein Modpack ohne Serverpack. Du baust die Serverdateien aus dem normalen Pack selbst.
  3. Deine eigene Auswahl an Mods. Du installierst den Loader und legst die Mods einzeln dazu.

NeoForge, Forge oder Fabric?

Nimm immer den Loader, den dein Pack oder deine Mods angeben. Ein Pack für NeoForge startet nicht auf Fabric, und umgekehrt.

LoaderTypisch fürServer-Installation
NeoForgeneue große Packs ab Minecraft 1.21.1, etwa ATM10, FTB StoneBlock 4 und PixelmonInstaller mit --installServer, danach run.sh oder run.bat
ForgePacks für ältere Minecraft-Versionen, zum Beispiel 1.20.1 oder 1.12.2Installer von files.minecraftforge.net, ebenfalls mit --installServer
FabricPerformance-Mods und viele Packs, zum Beispiel Prominence II auf 1.20.1Server Launcher von fabricmc.net, die meisten Mods brauchen zusätzlich Fabric API

NeoForge ist im Juli 2023 als Fork von Forge entstanden, fast das ganze damalige Forge-Team ist mitgegangen. Die Unterschiede für Mods und Packs erklärt unser Vergleich NeoForge vs Forge (auf Englisch).

Die richtige Java-Version

Jede Minecraft-Version verlangt eine Mindestversion von Java (Minecraft Wiki):

Minecraft-VersionJava (mindestens)
ab 26.1Java 25
1.20.5 bis 1.21.11Java 21
1.18 bis 1.20.4Java 17
1.17Java 16
1.12 bis 1.16Java 8

Bei Modpacks zählt, was das Pack verlangt. Das Startskript von All The Mods 10 bricht zum Beispiel mit „Minecraft 1.21 requires Java 21“ ab, wenn es keine passende Java-Version findet. Prüf deine Version mit java -version in der Eingabeaufforderung oder im Terminal.

Weg 1: Modpack mit Serverpack (empfohlen)

Bei Packs auf CurseForge hängt das Serverpack als zusätzliche Datei an der jeweiligen Version des Packs. Laut CurseForge laden Autoren es als „Additional File“ zur passenden Pack-Datei hoch, und Pack und Server sollen dieselbe Version haben. Du findest es also so:

  1. Öffne auf CurseForge die Seite des Packs und dort den Reiter Files.
  2. Klick auf die Version, die deine Mitspieler installiert haben.
  3. Unter Additional Files liegt das Serverpack, oft eine ZIP-Datei mit „Server“ im Namen. Nicht jede Version hat eins.

Entpacke das Serverpack in einen leeren Ordner und starte das mitgelieferte Startskript. Beim ersten Start legt der Server die Datei eula.txt an und beendet sich. Ändere darin eula=false in eula=true, damit stimmst du der Minecraft EULA zu. Beim zweiten Start entsteht die Welt.

Beispiel: All The Mods 10

So sieht das bei All The Mods 10 aus. Stand 25. Oktober 2026 ist ATM10 Version 8.3 vom 15. Oktober 2026 aktuell, für Minecraft 1.21.1 mit NeoForge. Das Serverpack heißt ServerFiles-8.3.zip und ist rund 1,24 GB groß. In der ZIP-Datei liegen 469 Mods und diese Startskripte:

  • startserver.sh (Linux) und startserver.bat (Windows) installieren beim ersten Start NeoForge 21.1.259 und starten danach den Server.
  • Die Datei user_jvm_args.txt setzt den Arbeitsspeicher mit -Xms4G und -Xmx8G. Für mehr RAM erhöhst du den Wert hinter -Xmx.
  • Gibt es noch keine server.properties, schreibt das Skript eine mit allow-flight=true, view-distance=8 und simulation-distance=5.
  • Nach einem Absturz oder stop startet das Skript den Server nach zehn Sekunden neu, mit Strg + C brichst du den Countdown ab. Mit der Umgebungsvariable ATM10_RESTART=false schaltest du den Neustart ganz ab.

Mehr zu den ATM10-Dateien steht in unserem Beitrag ATM10 Server Files (auf Englisch).

Weg 2: Modpack ohne Serverpack

Bietet ein Pack keine Serverdateien an, gehst du laut NeoForge so vor:

  1. Installiere einen Server mit dem Loader des Packs, wie unter Weg 3 beschrieben.
  2. Installiere das Pack in deinem Launcher als eigene, neue Instanz.
  3. Kopiere den gesamten Inhalt dieser Instanz in den Ordner deines Servers.
  4. Entferne reine Client-Mods, denn sie können den Server zum Absturz bringen. Das sind laut NeoForge oft Mods für die Optik, zum Beispiel Shader oder erweiterte Funktionen für Ressourcenpakete. Was genau dazugehört, ist nicht immer klar und braucht manchmal mehrere Versuche.
  5. Starte den Server mit run.sh oder run.bat.

Weg 3: Eigene Mods auf einem NeoForge Server

Für eine eigene Auswahl installierst du zuerst den Loader. Bei NeoForge lädst du den Installer für deine Version von neoforged.net und rufst ihn im neuen Serverordner auf (NeoForge):

java -jar neoforge-VERSION-installer.jar --installServer
  1. Stell den Arbeitsspeicher in der neu angelegten Datei user_jvm_args.txt ein, zum Beispiel mit -Xmx6G.
  2. Starte den Server mit ./run.sh (Linux) oder .\run.bat (Windows). Er beendet sich beim ersten Mal.
  3. Setz in der eula.txt den Wert auf eula=true und starte erneut.
  4. Nach dem ersten Start gibt es den Ordner mods. Leg dort die .jar-Dateien deiner Mods ab und starte neu.

Lade Mods nur aus vertrauenswürdigen Quellen. NeoForge empfiehlt CurseForge und Modrinth. Achte darauf, dass jede Mod zu deiner Minecraft-Version und zu deinem Loader passt, und gib deinen Mitspielern genau dieselben Dateien.

Bei Forge funktioniert der Installer nach demselben Muster, er kennt ebenfalls die Option --installServer. Bei Fabric lädst du auf fabricmc.net den Server Launcher für deine Version und startest ihn mit dem Befehl, den die Seite anzeigt. Die meisten Fabric-Mods brauchen zusätzlich Fabric API im Ordner mods.

Bevor du den Loader oder Mods aktualisierst, sicherst du deine Welt. Das rät auch NeoForge ausdrücklich.

Wie viel RAM braucht ein Server mit Mods?

Die erste Quelle ist das Pack selbst: Manche Serverpacks setzen in user_jvm_args.txt einen Wert oder nennen einen in ihrer Beschreibung, bei ATM10 sind es 8 GB. Jede Mod belegt zusätzlich Speicher, und große Welten mit vielen Maschinen brauchen mehr als frische. Diese Startpunkte empfehlen wir für eine kleine Gruppe:

PackLoaderStartpunkt
All The Mods 10, FTB StoneBlock 4NeoForge 1.21.112 GB
Prominence II, Pixelmon, Cobblemon-PacksFabric oder NeoForge8 GB
SkyFactory 5, Better MC, große Create-PacksForge oder NeoForge6 GB
RLCraftForge 1.12.25 GB
Create mit ein paar AddonsNeoForge 1.21.14 GB

Mit mehr Spielern und größeren Basen planst du mehr ein. Läuft der Server auf deinem eigenen PC und spielst du am selben Rechner, brauchen Windows und das Spiel ihren Speicher zusätzlich. Wie viel du bei Create-Packs einplanen solltest, steht in unserer Anleitung zum Create Aeronautics Server.

Häufige Fehler und ihre Lösung

Der Server startet nicht und meldet die Java-Version

Meldet das Startskript wie bei ATM10 eine falsche Java-Version oder bricht Java mit UnsupportedClassVersionError ab, ist dein Java zu alt für das Pack. Installier die Version aus der Tabelle oben und prüf mit java -version. Hast du mehrere Versionen installiert, trägst du den vollen Pfad zur richtigen in das Startskript ein. Bei ATM10 geht das über die Umgebungsvariable ATM10_JAVA.

Absturz mit NoClassDefFoundError oder ClassNotFoundException

Dann liegt meist eine reine Client-Mod im Ordner mods. Dem Server fehlen die Klassen für Grafik und Darstellung, die es nur im Spiel-Client gibt, und ruft eine Mod sie trotzdem auf, stürzt er ab. NeoForge nennt solche Fehler einen der häufigsten beim Modding. Such im Crash-Report nach dem Namen der Mod und entferne sie vom Server. Bei deinen Mitspielern darf sie bleiben. Mehr dazu in unserem Beitrag Modded Server Won't Start (auf Englisch).

Mitspieler kommen nicht auf den Server

Häufig passen die Mods nicht zusammen: eine fehlende Mod, eine andere Version oder ein anderes Pack-Update. Lass alle dieselbe Version des Packs installieren wie der Server. Bei eigenen Mod-Listen hilft es, den Ordner mods des Servers mit dem der Mitspieler zu vergleichen.

Spieler werden nach ein paar Sekunden in der Luft gekickt

Steht allow-flight auf false, dem Standard, kickt der Server laut Minecraft Wiki Spieler, die mindestens fünf Sekunden in der Luft sind. Manche Mods bringen Flugmöglichkeiten wie Jetpacks oder Flügel mit. Setz deshalb in der server.properties den Wert allow-flight=true, ATM10 macht das beim ersten Start selbst.

Der Server ruckelt

Prüf zuerst, ob der RAM reicht und ob eine einzelne Mod oder ein Gebiet die Last verursacht. Für ATM10 haben wir die Einstellungen in unserem ATM10 Lag Fix Guide (auf Englisch) zusammengefasst.

Modpack Server mieten statt selbst hosten

Ein Modpack mit mehreren Spielern belastet einen Heim-PC stark, und der Server soll meist auch laufen, wenn du offline bist. Bei Space-Node installierst du gelistete Packs von CurseForge und Modrinth mit dem Modpack-Installer im Panel. Das Panel lädt die passenden Serverdateien, richtet den Loader ein und stellt den Start ein. Alle anderen Packs oder eine eigene Mod-Auswahl lädst du als Serverdateien per SFTP hoch. NeoForge, Forge und Fabric laufen auf jedem Paket, und eigene JVM-Flags setzt du in den Startparametern.

PackRAMPaketStandardPremium
ATM10, ATM9, FTB StoneBlock 412 GBMC Special 110,80 €21,99 €
Prominence II, Pixelmon, Cobblemon8 GBMC Diamond7,20 €13,99 €
SkyFactory 5, Better MC, große Create-Packs6 GBMC Lapis5,40 €10,50 €
RLCraft5 GBMC Gold4,50 €8,75 €
Create mit ein paar Addons4 GBMC Iron3,60 €6,99 €

Die Preise gelten pro Monat für die Niederlande, Deutschland und Polen und enthalten die MwSt. Standard läuft auf einer CPU der Ryzen 9 3900X-Klasse mit DDR4, Premium auf einem AMD Ryzen 9 9950X mit DDR5. Die CPU wird bei jedem Paket geteilt, der RAM ist für deinen Server reserviert. NVMe-Speicher und DDoS-Schutz sind immer dabei, und drei Ports sind inklusive, etwa für Simple Voice Chat. Backups legst du im Panel von Hand an, automatische tägliche Off-Site-Backups kannst du bei der Bestellung dazubuchen. Unser Support antwortet jeden Tag von 08:00 bis 20:00 UTC (im Winter 9 bis 21 Uhr deutscher Zeit) per Live-Chat, Discord und E-Mail, auf Englisch und Niederländisch.

Alle Pakete, Regionen und die RAM-Übersicht für 26 Packs findest du unter Minecraft Modpack Server mieten. Für All The Mods 10 gibt es eine eigene Seite: ATM10 Server mieten.

FAQ

Kann ich Mods auf einem Vanilla- oder Paper-Server nutzen? Nein. Mods brauchen einen Mod-Loader wie NeoForge, Forge oder Fabric. Paper ist für Plugins gedacht, die ohne Installation bei den Spielern auskommen.

Müssen meine Freunde die Mods auch installieren? Bei den meisten Mods ja. Am einfachsten installieren alle dasselbe Modpack in derselben Version wie der Server, zum Beispiel über die CurseForge-App oder einen anderen Launcher.

Wo finde ich die Serverdateien eines Modpacks? Auf CurseForge öffnest du im Reiter Files die passende Version des Packs. Das Serverpack hängt dort unter Additional Files. Fehlt es, baust du die Serverdateien wie unter Weg 2 beschrieben selbst.

Wie viel RAM braucht ein Modpack-Server? So viel, wie das Pack empfiehlt, plus Reserve für mehr Spieler. Für ATM10 setzt das Serverpack 8 GB, wir empfehlen für eine kleine Gruppe 12 GB. Kleinere Packs kommen mit 4 bis 8 GB aus.

Welche Java-Version brauche ich für einen Modpack-Server? Mindestens die Version, die zur Minecraft-Version des Packs passt: Java 21 für 1.20.5 bis 1.21.11, Java 17 für 1.18 bis 1.20.4 und Java 25 ab 26.1. ATM10 auf 1.21.1 braucht also Java 21.

Kann ich später weitere Mods hinzufügen? Ja. Sichere vorher die Welt, leg die neue Mod auf den Server und gib sie allen Mitspielern. Bei einem Modpack ist es einfacher, auf eine neue Version des Packs zu wechseln, die Server und Spieler gleichzeitig installieren.


Weitere Anleitungen: Minecraft Server erstellen: Java und Bedrock, Create Aeronautics Server, Modrinth vs CurseForge (auf Englisch), Minecraft Modpack Server Crashing (auf Englisch)