Aternos Server erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

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So erstellst du einen kostenlosen Aternos Server: Konto, Java oder Bedrock, Start, Warteschlange und Countdown. Und wann sich ein gemieteter Server lohnt.

Minecraft-Landschaft mit Lagerfeuer vor verschneiten Bergen

Einen Aternos Server erstellst du in wenigen Minuten: kostenloses Konto auf aternos.org anlegen, Server erstellen, Java oder Bedrock wählen, starten und die Adresse an deine Freunde schicken. Bezahlen musst du dafür nichts, denn Aternos finanziert sich über Werbung. Im Gegenzug wartest du zu Stoßzeiten manchmal in einer Warteschlange, und der Server stoppt, sobald niemand mehr spielt.

Hier findest du alle Schritte, die wichtigsten Einstellungen und eine ehrliche Antwort darauf, wann ein gemieteter Server mehr Sinn ergibt. Alle Angaben zu Aternos stammen von aternos.org und aus dem Aternos-Hilfecenter (englisch), abgerufen am 25. Oktober 2026.

So funktioniert Aternos

Aternos ist kostenlos und will es bleiben. Auf der Startseite steht wörtlich: „There is no possibility to pay for anything“, es gibt also nichts, wofür du bezahlen kannst. Der Zähler auf derselben Seite steht bei über 142 Millionen Nutzern.

Bezahlt wird der Dienst über Werbung. Mit einem Adblocker bekommst du deshalb einen Hinweis, ihn auf Aternos auszuschalten.

Damit das für alle reicht, gelten ein paar Regeln:

  • Kein 24/7-Betrieb. Ein Aternos Server läuft nur, solange jemand spielt. Sobald der letzte Spieler geht, stoppt er automatisch. Ihn mit Bots oder Skripten online zu halten, ist gegen die Regeln und kann zur Sperre des Kontos führen. Ein Zeitlimit fürs Spielen gibt es dagegen nicht.
  • Warteschlange. Wenn alle Plätze belegt sind, wartest du vor dem Start in einer Warteschlange.
  • RAM teilt Aternos zu. Wie viel Arbeitsspeicher dein Server bekommt, hängt von Software und Version ab; ein Vanilla-Server mit 1.20.1 erhält laut Aternos zum Beispiel 2.400 MB. Über eine Aktion mit der Clip-App Medal (nur für Windows) bekommst du für einen aufgenommenen Clip 500 MB extra für 7 Tage. Das geht jede Woche wieder, mit bis zu fünf Boosts gleichzeitig.
  • Höchstens 4 GB Speicherplatz. Ist der Server voll, startet er nicht mehr, bis du alte Welten, Mods oder Chunks löschst (Maximum allowed server size).

Neben Minecraft Java und Bedrock bietet Aternos inzwischen auch Hytale-Server an.

Aternos Server erstellen in sechs Schritten

1. Konto anlegen

Öffne aternos.org und registriere dich: Benutzernamen wählen, Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung akzeptieren, Passwort festlegen. Eine E-Mail-Adresse ist freiwillig, du kannst dich auch mit Google anmelden (Anleitung von Aternos).

Hinterleg trotzdem eine E-Mail-Adresse. Nur dann warnt dich Aternos, bevor ein länger ungenutzter Server gelöscht wird.

2. Server erstellen

Nach dem Login legst du den Server an. Wähle Java Edition (PC) oder Bedrock Edition (Handy, Konsole, Windows), gib einen Servernamen und eine MOTD ein, also die Nachricht, die in der Serverliste unter dem Namen steht, und bestätige. Aternos legt dabei automatisch eine Adresse wie beispiel.aternos.me für deinen Server an.

3. Software und Version wählen

Im Software-Bereich deines Servers wählst du, was laufen soll:

  • Vanilla für Minecraft ohne Zusätze.
  • Paper (von Aternos empfohlen), Purpur oder Spigot, wenn du Plugins nutzen willst.
  • Forge, NeoForge, Fabric oder Quilt für Mods, oder eines der fertigen Modpacks.

Die Version muss zu der passen, mit der deine Freunde spielen. Für die beste Leistung rät Aternos selbst zu Paper oder Purpur, auch wenn Mod-Server mehr RAM zugeteilt bekommen.

4. Optionen einstellen

Auf der Optionsseite stellst du Spielmodus, Schwierigkeit, PvP, Whitelist und die Zahl der Slots ein, also wie viele Spieler gleichzeitig online sein dürfen. Jede Änderung wird erst nach einem Neustart aktiv (alle Optionen erklärt).

Vorsicht mit der Option Cracked: Sie lässt Spieler ohne gekauften Minecraft-Account auf den Server. Wenn du sie später umstellst, funktionieren OP-Liste und Whitelist möglicherweise nicht mehr, und Inventare und Positionen der Spieler gehen wahrscheinlich verloren.

5. Server starten

Starte den Server auf der Serverseite und akzeptiere beim ersten Mal die Minecraft-EULA. Ist Aternos gerade voll, kommst du in die Warteschlange und siehst deine Position und die geschätzte Wartezeit. Kurz bevor du dran bist, erscheint eine Bestätigung mit einem grünen Button. Klickst du nicht darauf, fliegst du aus der Warteschlange und musst neu anfangen. Nach der Bestätigung startet der Server innerhalb weniger Minuten; der Status wird grün und zeigt „Online“.

6. Verbinden

  • Java Edition: Mehrspieler, dann Server hinzufügen oder Direktverbindung, und die Adresse von der Serverseite eintragen.
  • Bedrock Edition: Adresse und Port eintragen. Den Port zeigt dir die Serverseite; bei Bedrock musst du ihn selbst angeben.

Klappt es beim ersten Versuch nicht, verbinde dich einfach noch einmal. Hilft das nicht, nimm die DynIP: Aternos zeigt sie auf der Serverseite, wenn du bei laufendem Server auf den Button zum Verbinden klickst. Sie ändert sich bei jedem Start, weil dein Server jedes Mal auf einer anderen Maschine läuft (Connect to your server).

Freunde einladen und den Server verwalten

Whitelist. Schalte die Whitelist in den Optionen ein und trag die Namen deiner Freunde auf der Spielerseite ein. Wer nicht auf der Liste steht, wird beim Verbinden getrennt. Bei Bedrock heißt sie Allowlist; dort kannst du Spieler nur eintragen, während der Server läuft (Whitelist auf Aternos).

Operator-Rechte. Für Befehle wie /gamemode brauchst du OP. Am einfachsten trägst du dich auf der Spielerseite unter Ops ein, alternativ mit /op Name in der Konsole. Auf Bedrock-Servern musst du zusätzlich Cheats in den Optionen erlauben.

Zugriff teilen. Über den Zugriffsbereich (Access) gibst du Freunden Rechte für deinen Server, ohne dein Passwort weiterzugeben: starten, Konsole, Dateien, Backups und mehr. Aternos warnt ausdrücklich, dass Änderungen deiner Freunde nicht rückgängig zu machen sind. Gib Zugriff also nur Leuten, denen du voll vertraust (Share access).

Java und Bedrock gemeinsam. Mit dem Plugin oder Mod Geyser können Bedrock-Spieler auf deinen Java-Server; Aternos installiert Floodgate dabei gleich mit. Bedrock-Spieler verbinden sich über Port 19132. Geyser und ein Voice-Chat-Mod funktionieren auf Aternos nicht zusammen, weil beide einen eigenen UDP-Port brauchen und es pro Server nur einen gibt (Geyser auf Aternos).

PlayStation und Xbox. Konsolenspieler kommen laut Aternos mit der App BedrockTogether auf den Server, wenn er Bedrock oder Java mit Geyser nutzt. Die Nintendo Switch wird dabei nicht unterstützt (Konsolen-Anleitung).

Plugins, Mods und Modpacks installieren

Plugins und Mods installierst du direkt im Aternos-Panel aus der Bibliothek von Aternos, die Plugins unter anderem von CurseForge und Modrinth enthält. Eigene Plugin- oder Mod-Dateien aus dem Netz kannst du nicht hochladen, und FTP-Zugang gibt es nicht (Uploading files and FTP access). Erlaubt sind dagegen Datapacks, Ressourcenpakete, Bedrock-Add-ons, WorldEdit-Schematics und Konfigurationsdateien, und eigene Welten darfst du ebenfalls hochladen.

Modpacks gibt es von CurseForge, Modrinth, ATLauncher und der FTB App. Es läuft immer nur ein Modpack gleichzeitig, und einzelne Mods kannst du einem Pack nicht hinzufügen. Alle Mitspieler brauchen dasselbe Modpack im passenden Launcher auf ihrem PC (Modpacks auf Aternos).

Warteschlange, Countdown und Autostart

Ist dein Server leer, läuft in der grünen Leiste auf der Serverseite ein Countdown, nach dessen Ablauf der Server stoppt. Unter einer Minute erscheint ein Button, der eine weitere Minute hinzufügt. Sobald jemand auf dem Server ist, verschwindet der Countdown (Stop countdown).

Damit deine Freunde nicht jedes Mal auf dich warten müssen, gibt es zwei Wege:

  • Zugriff mit Start-Recht über die Zugriffsseite, damit jemand anderes den Server starten kann.
  • Dawn Launcher. Das ist der offizielle Minecraft-Launcher von Aternos. Wer sich darüber verbindet, startet einen ausgeschalteten Server automatisch. In den Optionen kannst du das ein- oder ausschalten und auf Spieler der Whitelist oder OPs beschränken (Autostart mit Dawn).

Welt sichern, bevor etwas schiefgeht

Aternos sagt selbst, dass du für die Sicherung deiner Welt verantwortlich bist (Keep your world safe). Zwei Wege:

  • Backups in Google Drive. Verknüpfe dein Google-Drive-Konto, füge es deinem Server als Backup-Dienst hinzu und erstelle Backups von Hand oder automatisch beim Stoppen. Die Zahl der automatischen Backups kannst du begrenzen (Backups auf Aternos).
  • Welt herunterladen. Auf der Seite mit deinen Welten (Worlds) wählst du die Welt und lädst sie als ZIP-Datei herunter. Bei Spigot und Paper liegen Nether und End in eigenen Ordnern (Download your world).

Wichtig: Ein Server, der länger nicht gestartet wurde, meist etwa 3 Monate, wird gelöscht. Mit hinterlegter E-Mail bekommst du einige Tage vorher eine Warnung, und ein einziger Start reicht, um ihn zu behalten (Server deletion).

Wann sich ein gemieteter Server lohnt

Für ein paar Abende pro Woche mit Freunden ist Aternos eine gute Wahl, und es kostet nichts. Ein bezahlter Server lohnt sich, wenn einer dieser Punkte auf dich zutrifft:

  • Der Server soll weiterlaufen, wenn niemand online ist, etwa für Farmen, Spieler in anderen Zeitzonen oder eine Discord-Community.
  • Die Warteschlange am Abend nervt dich.
  • Deine Welt oder dein Modpack sprengt die 4 GB Speicherplatz oder den zugeteilten RAM.
  • Du willst eigene Plugins, Mods oder ein Modpack nutzen, das Aternos nicht anbietet, oder per SFTP auf deine Dateien zugreifen.
  • Du willst Simple Voice Chat und Geyser gleichzeitig.

Dafür gibt es zwei Wege. Das Aternos-Team betreibt mit exaroton einen eigenen kostenpflichtigen Dienst, der nach Laufzeit abrechnet; das passt, wenn du nur ein paar Stunden pro Woche spielst. Für einen Server, der rund um die Uhr läuft, ist ein Monatspaket meist die einfachere Rechnung.

Bei uns kostet ein Minecraft Server ab 2,70 € im Monat für 3 GB, gedacht für Minecraft bis Version 1.20.4. Für 1.21 und die aktuellen 26.x-Versionen ist MC Iron mit 4 GB für 3,60 € unser kleinstes Standard-Paket; für Modpacks empfehlen wir ab 8 GB (MC Diamond, 7,20 €). Premium mit Ryzen 9 9950X und DDR5 beginnt bei 5,25 €. Die Preise enthalten die MwSt., die an der Kasse für dein Rechnungsland berechnet wird. Der Server läuft rund um die Uhr ohne Warteschlange, du kommst per SFTP an alle Dateien, und zusätzliche UDP-Ports für Simple Voice Chat und Geyser kosten nichts extra: 3 sind dabei, auf Anfrage bis zu 5.

Deine Aternos-Welt nimmst du mit: als ZIP herunterladen, entpacken und im Panel hochladen. Wenn wir den Umzug übernehmen sollen, wählst du bei der Bestellung die einmalige Server-Migration für 15 €. Was ein gemieteter Server sonst kostet und wie viel RAM du brauchst, steht in Minecraft Server kaufen oder mieten. Und wer den Server lieber auf dem eigenen PC betreibt, findet alles in Minecraft Server erstellen.

FAQ

Ist Aternos wirklich kostenlos?

Ja. Aternos finanziert sich über Werbung und bietet nichts an, wofür du bezahlen kannst. Der Preis dafür sind Warteschlange, Countdown und die Grenzen bei RAM und Speicherplatz.

Wie viele Spieler passen auf einen Aternos Server?

Aternos wirbt mit unbegrenzten Slots. Wie viele gleichzeitig spielen dürfen, legst du in den Optionen fest; wie viele flüssig spielen können, hängt vom zugeteilten RAM, den Mods und den Farmen auf dem Server ab.

Warum geht mein Aternos Server aus?

Weil Aternos leere Server stoppt. Ist niemand mehr online, läuft der Countdown ab und der Server fährt herunter. Einen 24/7-Betrieb bietet Aternos nicht an.

Kann ich einen Aternos Server 24/7 laufen lassen?

Nein. Bots oder Skripte, die den Server künstlich online halten, verstoßen gegen die Regeln von Aternos und können erkannt werden. Wenn dein Server dauerhaft laufen soll, brauchst du exaroton oder einen gemieteten Server.

Gibt es bei Space-Node eine kostenlose Testphase?

Nein, und auch keine Geld-zurück-Garantie. Wenn du unsicher bist, welches Paket passt, frag vorher im Live-Chat. Unser Support ist täglich von 08:00 bis 20:00 Uhr UTC per Live-Chat, Discord und E-Mail erreichbar.

Kann ich meine Aternos-Welt auf einen anderen Server mitnehmen?

Ja. Lade die Welt auf der Seite mit deinen Welten als ZIP herunter und lade sie beim neuen Server hoch, mit derselben Minecraft-Version und Server-Software. Bei Spigot und Paper nicht vergessen: Nether und End liegen in eigenen Ordnern.